Rettich fürs Baby: scharfes Wurzelgemüse mild gegart anbieten
Rettich ist roh recht scharf, gegart aber mild und bekömmlich – so passt das Wurzelgemüse in die Beikost. Wir zeigen, ab wann Rettich passt, warum er wertvoll ist, warum du ihn besser garst und wie du ihn babygerecht und gut verträglich anbietest.
Rettich ist ein knackiges Wurzelgemüse, das in der bayerischen Brotzeit roh und gesalzen zum Klassiker gehört – und genau so ist er für Babys ungeeignet. Roh schmeckt Rettich nämlich scharf, denn er enthält Senföle, die auf der Zunge brennen. Gegart verlieren sich diese scharfen Stoffe aber, und übrig bleibt ein mildes, leicht süßliches Gemüse. So zubereitet passt Rettich durchaus in die Beikost: weich gekocht, klein geschnitten und ohne Salz ist er bekömmlich. Dann ist Rettich eine milde Bereicherung auf dem Babyteller.
Warum Rettich wertvoll ist
Rettich gehört zu den kalorienarmen Wurzelgemüsen mit einigen Vorzügen für die Beikost, sofern er gegart wird. Er liefert Vitamin C, das die Abwehrkräfte unterstützt und die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessert, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt, dazu Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe wie die Senföle, die ihm roh die Schärfe geben. Beim Garen verlieren sich diese scharfen Senföle weitgehend, sodass aus dem scharfen Rohgemüse ein mildes, leicht süßliches Gemüse wird, das gut verträglich ist. Sein dann milder Geschmack erweitert das Geschmacksspektrum deines Babys. Gut gegart wird Rettich schön weich und lässt sich leicht zerkleinern. Wähle feste, frische Knollen ohne weiche Stellen. So ist gegarter Rettich ein mildes, vitaminreiches Wurzelgemüse, das die Beikost bereichert.
Warum du Rettich besser garst und wie du ihn zubereitest
Der wichtigste Punkt bei Rettich ist, dass er für Babys gegart gehört. Roh ist er durch die Senföle scharf und zudem sehr hart, was ihn für kleine Babys ungeeignet macht. Durch das Garen werden die scharfen Stoffe milder und der Rettich weich. Zur Zubereitung schälst du die Knolle, schneidest sie in Stücke und kochst oder dämpfst sie weich, bis sie sich leicht zerdrücken lässt. Anschließend schneidest du den gegarten Rettich klein oder pürierst ihn mit Kartoffel und mildem Gemüse zu einem Brei. Verzichte unbedingt auf Salz, denn Salz gehört nicht in die Beikost – gerade beim Rettich, der traditionell gesalzen gegessen wird, ist das wichtig. Beginne mit kleinen Mengen und beobachte die Verträglichkeit. So wird Rettich weich, mild und gut essbar.
Wie du Rettich babygerecht anbietest
In der Praxis ist gegarter Rettich unkompliziert. Klassisch pürierst du ihn mit Kartoffel und mildem Gemüse zu einem feinen Brei, der seine milde Süße betont. Ein Klecks Butter oder etwas Öl macht den Brei cremiger. Klein geschnittenen, weich gegarten Rettich kannst du auch unter andere Gemüsegerichte oder ein Kartoffelpüree mischen. Kleine, weiche Stücke eignen sich als Fingerfood zum Selbstgreifen, sofern sie wirklich weich sind. Kombiniere Rettich mit einer Vitamin-C-Quelle wie Paprika oder etwas Obst. Verwende feste, frische Knollen und bereite den Rettich frisch zu. Beginne mit kleinen Portionen und steigere langsam. Bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So wird Rettich zu einer milden Abwechslung in der Beikost.
Fazit
Rettich ist roh scharf und für Babys ungeeignet, gegart aber mild und bekömmlich – so passt das Wurzelgemüse ab Beikoststart in kleinen Mengen: Er liefert Vitamin C, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe, und beim Garen verlieren sich die scharfen Senföle. Schäle ihn, koche ihn weich, bis er mild ist, und biete ihn klein geschnitten oder püriert an. Verzichte unbedingt auf Salz. So ist gegarter Rettich ein mildes Wurzelgemüse für den Babyteller.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.
Häufige Fragen
Ab wann darf ein Baby Rettich essen?
Gegarter Rettich kann ab dem Beikoststart in kleinen Mengen angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Roher Rettich ist scharf und hart, deshalb schälst und garst du ihn weich, bis er mild ist, und bietest ihn klein geschnitten oder püriert an.
Warum ist Rettich für Babys geeignet?
Gegarter Rettich ist mild, kalorienarm und liefert Vitamin C, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe. Durch das Garen verlieren sich die scharfen Senföle, sodass er bekömmlich und gut verträglich wird. So ist gegarter Rettich ein mildes Wurzelgemüse für die Beikost.
Darf mein Baby rohen Rettich essen?
Roher Rettich enthält scharfe Senföle, schmeckt deshalb scharf und ist für Babys ungeeignet, außerdem ist er roh sehr hart. Besser garst du ihn weich, wodurch er mild wird. Erst für ältere Kinder, die kräftigere Geschmäcker mögen, kann fein geriebener roher Rettich in sehr kleiner Menge ein Thema sein.





