Reis und Arsen beim Baby: Reiswaffeln und Reismilch begrenzen
Reis ist mild und beliebt – kann aber von Natur aus Arsen enthalten. Ich erkläre dir, warum Reiswaffeln und Reisdrinks für Babys nicht der beste Dauersnack sind, wie du Reis sinnvoll anbietest und welche Alternativen es gibt.
Reis ist mild, sättigend und bei Kindern beliebt – aber er hat eine Eigenheit: Reis kann von Natur aus anorganisches Arsen aus dem Boden aufnehmen. Für gelegentliches Essen ist das kein Problem, als täglicher Dauersnack aber ungünstig.
Warum Arsen ein Thema ist
Reis nimmt im Vergleich zu anderem Getreide mehr anorganisches Arsen auf. Babys essen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht viel, deshalb empfehlen Fachstellen, die Arsenaufnahme bei kleinen Kindern gering zu halten. Das heißt nicht, dass Reis verboten ist – sondern dass Vielfalt und Maß zählen. Reis im Wechsel mit Hafer, Hirse und Dinkel ist ideal.
Reiswaffeln und Reisdrinks begrenzen
Reiswaffeln gelten als praktischer Babysnack, können aber relativ viel Arsen enthalten. Ich gebe sie deshalb nur selten und nicht als täglichen Snack. Als greifbare Alternativen eignen sich weiches Obst, weiche Gemüsesticks oder ein Stück weiches Brot. Reisdrinks (Reismilch) sind für Babys und Kleinkinder nicht empfohlen – im ersten Jahr ist Wasser das passende Getränk, mehr dazu in Was trinkt mein Baby.
Reis sinnvoll anbieten
Wenn ich Reis koche, wasche ich ihn vorher gründlich und gare ihn in reichlich Wasser, das ich danach abgieße – das kann den Arsengehalt senken. Vor allem aber setze ich auf Abwechslung beim Getreide. So bleibt Reis ein normaler Teil des Speiseplans, ohne dominant zu werden.
Fazit
Gekochter Reis ist als Teil einer abwechslungsreichen Beikost in Ordnung. Reiswaffeln und Reisdrinks solltest du wegen des möglichen Arsengehalts für Babys aber begrenzen und nicht als Dauersnack oder Getränk einsetzen. Wasche Reis vor dem Kochen, gare ihn in reichlich Wasser und setze vor allem auf Vielfalt bei den Getreidesorten.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.
Häufige Fragen
Darf mein Baby Reis essen?
Ja, gekochter Reis als Teil einer abwechslungsreichen Beikost ist in Ordnung. Wichtig ist Vielfalt: Reis nicht als einziges Getreide täglich, sondern im Wechsel mit Hafer, Dinkel oder Hirse anbieten, um die Arsenaufnahme gering zu halten.
Sind Reiswaffeln für Babys geeignet?
Reiswaffeln können vergleichsweise viel anorganisches Arsen enthalten und sollten für Babys nur selten und in kleinen Mengen gegeben werden. Als täglicher Dauersnack sind sie nicht geeignet. Mildere Alternativen sind weiches Obst oder Gemüsesticks.
Ist Reismilch für Babys geeignet?
Reisdrinks (Reismilch) werden für Babys und Kleinkinder nicht empfohlen, unter anderem wegen des Arsengehalts. Als Getränk gilt im ersten Jahr Wasser oder Muttermilch beziehungsweise Säuglingsmilch, nicht Pflanzendrinks.
Wie kann ich den Arsengehalt von Reis senken?
Reis vor dem Kochen gründlich waschen und in reichlich Wasser kochen, das du danach abgießt, kann den Arsengehalt verringern. Vor allem hilft aber Abwechslung bei den Getreidesorten.





