Quark und Joghurt fürs Baby: ab wann und worauf achten
Naturjoghurt und Quark sind beliebte Beikost-Zutaten – aber nicht in jeder Menge und Form. Kleine Mengen als Bestandteil einer Mahlzeit gehen früh, große Mengen Kuhmilch als Getränk dagegen nicht. Wir zeigen, ab wann Joghurt und Quark passen und worauf du achtest.
Ein Klecks Naturjoghurt mit zerdrückter Banane – das ist für viele Babys eine erste Begegnung mit Milchprodukten. Joghurt und Quark sind feine Beikost-Zutaten, aber es lohnt sich, Menge und Sorte im Blick zu behalten. Denn zwischen einem Löffel im Brei und Kuhmilch als Getränk liegt ein wichtiger Unterschied.
Warum kleine Mengen früh gehen
Kuhmilch als Hauptgetränk ist im ersten Jahr nicht geeignet, weil sie zu viel Eiweiß und Mineralstoffe liefert und zu wenig Eisen, mehr dazu in Kuhmilch ab wann. Für kleine Mengen verarbeiteter Milchprodukte als Zutat einer Mahlzeit gilt das aber nicht: Ein paar Löffel Naturjoghurt oder etwas Quark im Essen sind ab Beikostreife unbedenklich. Der Unterschied liegt in der Menge und Funktion – als Bestandteil einer abwechslungsreichen Mahlzeit, nicht als Ersatz für die Milchmahlzeit. So lernt dein Baby neue Konsistenzen und einen leicht säuerlichen Geschmack kennen, der gut zu Obst passt.
Welche Sorten passen
Greife zu Naturprodukten ohne Zucker und ohne Zusätze: Naturjoghurt und Speisequark, gern vollfett, denn Fett ist ein wichtiger Energielieferant für Babys. Finger weg von Frucht- und Kinderjoghurts – die stecken voller zugesetztem Zucker, der im ersten Jahr nichts zu suchen hat, wie Zucker vermeiden erklärt. Die Süße bringst du selbst ins Schälchen, indem du reifes, zerdrücktes Obst wie Banane, Birne oder Beeren unterrührst. So bestimmst du, was drin ist, und gewöhnst dein Baby an den natürlichen, ungesüßten Geschmack.
Auf die Menge achten, besonders bei Quark
Quark ist deutlich eiweißreicher als Joghurt. Zu viel Eiweiß kann die noch unreifen Nieren deines Babys belasten, deshalb gilt Quark als Zutat in kleinen Mengen und nicht täglich. Joghurt ist milder und darf etwas großzügiger eingesetzt werden, bleibt aber ebenfalls eine Beikost-Zutat und kein Hauptbestandteil. Biete Milchprodukte als Teil einer Mahlzeit an, etwa zum Frühstück oder als Nachtisch, und beobachte wie bei allen neuen Lebensmitteln, ob dein Baby sie gut verträgt. Milch und Milchprodukte zählen zu den häufigen Allergenen, die du bewusst einführst, wie Allergene einführen beschreibt.
Fazit
Naturjoghurt und Quark gehen als Beikost-Zutat in kleinen Mengen schon früh – anders als Kuhmilch als Hauptgetränk, die erst ab einem Jahr passt. Wähle ungesüßte Naturprodukte und süße bei Bedarf selbst mit reifem Obst. Quark bleibt wegen des hohen Eiweißgehalts sparsam dosiert, Joghurt darf etwas mehr sein. So bereichern Milchprodukte den Speiseplan, ohne die Milchmahlzeit zu ersetzen oder unnötig Zucker und Eiweiß mitzubringen.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.
Häufige Fragen
Ab wann darf mein Baby Joghurt essen?
Naturjoghurt aus Kuhmilch kann ab Beikostreife in kleinen Mengen als Zutat einer Mahlzeit angeboten werden, etwa mit püriertem Obst. Das ist erlaubt, weil kleine Mengen verarbeitete Milch in der Beikost unbedenklich sind – im Gegensatz zu Kuhmilch als Hauptgetränk, das erst ab einem Jahr passt.
Welcher Joghurt und Quark ist für Babys geeignet?
Am besten Naturprodukte ohne Zucker und ohne Zusätze: Naturjoghurt und Speisequark, gern in der vollfetten Variante, weil Babys Fett gut gebrauchen können. Verzichte auf Fruchtjoghurts und gesüßte Sorten – die Süße steuerst du selbst mit zerdrücktem reifem Obst bei.
Wie viel Quark darf mein Baby essen?
Quark ist sehr eiweißreich, deshalb nur in kleinen Mengen und nicht täglich, da zu viel Eiweiß die Nieren belasten kann. Eine kleine Portion als Teil einer Mahlzeit ist in Ordnung. Joghurt ist milder und kann etwas großzügiger eingesetzt werden, bleibt aber ebenfalls eine Zutat, kein Hauptbestandteil.





