Taro fürs Baby: Wasserbrotwurzel nur gut gegart anbieten
Taro, auch Wasserbrotwurzel genannt, ist eine stärkereiche Knolle, die roh giftig ist und immer gründlich gegart werden muss. Erst dann wird sie weich, mild und gut verdaulich. Für Babys gehört sie geschält, gut durchgegart und zerdrückt. Wir zeigen, ab wann sie passt, worauf du achtest und wie du sie babygerecht anbietest.
Taro, auch Wasserbrotwurzel genannt, ist eine stärkereiche Knolle mit brauner, leicht behaarter Schale und hellem Fruchtfleisch, das je nach Sorte weiß bis violett gesprenkelt ist. In vielen tropischen Regionen ist sie ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Roh ist Taro allerdings giftig: Sie enthält Kalziumoxalat-Kristalle, die Mund und Rachen reizen. Erst gründliches Garen macht sie bekömmlich, weich und mild. Für Babys gehört sie geschält, gut durchgegart und zerdrückt.
Warum die Taro etwas fürs Baby ist
Gut gegarte Taro liefert komplexe Kohlenhydrate, die lange satt machen, dazu Kalium, Ballaststoffe und etwas Vitamin C. Als milde, sättigende Beilage ist sie eine gute Energiequelle. Etwas Vitamin C aus Obst oder Gemüse dazu unterstützt die Eisenaufnahme, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt. Ihr milder, leicht nussig-süßlicher Geschmack passt gut zu vielen Gerichten; gewürzt wird sie nicht, denn Salz sollte in der Beikost gemieden werden. Entscheidend ist hier die richtige Zubereitung, denn nur gut gegart ist Taro für dein Baby geeignet. So wird sie zu einer milden, sättigenden Beilage.
Worauf du bei der Taro achtest
Der wichtigste Punkt: Taro wird niemals roh gegessen, denn die rohen Kalziumoxalat-Kristalle reizen Mund und Rachen stark. Schäle die Knolle, am besten mit Handschuhen, da auch der rohe Saft die Haut reizen kann, und gare die Stücke gründlich durch Kochen oder Dämpfen, bis sie ganz weich sind. Erst durch das vollständige Garen werden die reizenden Stoffe abgebaut. Achte darauf, dass keine harten Stücke übrig bleiben, die eine Erstickungsgefahr darstellen könnten, wie der Ratgeber zur Erstickungsgefahr erläutert. Biete die Taro ungesalzen an und beginne mit kleinen Mengen.
Wie du Taro babygerecht anbietest
Gut durchgegart ist die Taro angenehm vielseitig. Für jüngere Babys zerdrückst du das weiche Fruchtfleisch mit der Gabel zu einem feinen Püree, pur oder mit etwas Muttermilch, Wasser oder einem Schuss Pflanzenöl cremig gerührt. Sie passt gut zu Gemüse und mildem Fleisch oder Fisch. Etwas größere Babys, die schon sicher greifen, können gut gegarte, weiche Stücke selbst halten und davon abbeißen. Beginne mit kleinen Mengen und bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So wird die Taro zu einer sättigenden, milden Beilage in der Beikost.
Fazit
Taro oder Wasserbrotwurzel ist eine stärkereiche, sättigende Knolle und passt von Beikoststart an, wenn sie gut gegart ist: Sie liefert komplexe Kohlenhydrate, Kalium und Ballaststoffe. Entscheidend ist, dass Taro niemals roh gegessen wird, denn roh enthält sie reizende Kalziumoxalat-Kristalle. Schäle sie, gare sie gründlich weich und biete sie ungesalzen als feines Püree oder weiche Stücke an. So wird die Taro zu einer milden, sättigenden Beilage für dein Baby.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.
Häufige Fragen
Ab wann darf mein Baby Taro essen?
Gut gegarte Taro kann ab dem Beikoststart angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Schäle die Knolle, gare sie gründlich weich und zerdrücke sie zu einem Püree. Roh darf Taro nicht gegessen werden.
Warum ist rohe Taro gefährlich?
Rohe Taro enthält Kalziumoxalat-Kristalle, die Mund und Rachen stark reizen und zu Brennen und Schwellungen führen können. Erst durch gründliches Garen werden diese Stoffe abgebaut und die Knolle bekömmlich. Taro wird deshalb niemals roh angeboten.
Wie bereite ich Taro für mein Baby zu?
Schäle die Taro, am besten mit Handschuhen, da der rohe Saft die Haut reizen kann, und gare die Stücke gründlich durch Kochen oder Dämpfen, bis sie ganz weich sind. Danach zerdrückst du sie zu einem feinen, ungesalzenen Püree.





