Gesundheit & Verdauung

Blähungen durch Beikost: Welche Lebensmittel blähen das Baby

Mit neuen Lebensmitteln kann der Babybauch zwicken: Hülsenfrüchte, Kohl und Zwiebeln blähen häufiger. Meist ist das harmlos und gibt sich, wenn sich die Verdauung gewöhnt. Wir zeigen, welche Lebensmittel blähen, was hilft und wann du genauer hinschaust.

Elternhände massieren sanft den Bauch eines Babys gegen Blähungen

Seit Max die ersten Linsen probiert hat, gluckert und zwickt sein Bauch abends mehr als sonst. Blähungen gehören für viele Babys zum Beikoststart dazu – meist sind sie harmlos und ein Zeichen, dass sich die Verdauung gerade an Neues gewöhnt.

Warum manche Lebensmittel blähen

Bestimmte Lebensmittel enthalten Ballaststoffe und Zuckerverbindungen, die im Darm vergären und dabei Gase bilden. Typische Kandidaten sind Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen, Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Weißkohl, dazu Zwiebeln, Lauch und manchmal Vollkorn. Beim Baby, dessen Verdauung sich gerade erst auf feste Nahrung einstellt, macht sich das stärker bemerkbar. Das ist kein Grund, diese wertvollen Lebensmittel zu streichen – im Gegenteil, gerade Hülsenfrüchte sind tolle Eisen- und Eiweißquellen, mehr dazu in Eisenbedarf decken. Führe sie einfach in kleinen Mengen ein, damit sich der Bauch gewöhnen kann.

Was deinem Baby hilft

Bei einem geblähten Bäuchlein helfen altbewährte Hausmittel: eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn, das Anziehen der Beinchen Richtung Bauch, Strampeln in Bauchlage und etwas Wärme, etwa ein warmes Kirschkernkissen in angenehmer Temperatur. Führe blähende Lebensmittel einzeln und in kleinen Portionen ein, gare Hülsenfrüchte gründlich weich und beobachte, was dein Baby gut verträgt. Oft lässt das Blähen nach, sobald die Verdauung sich angepasst hat – ähnlich wie sich auch der Stuhl umstellt, was Stuhlgang verändert sich beschreibt.

Wann du genauer hinschaust

Blähungen allein sind selten ein Problem. Hellhörig werden solltest du, wenn dein Baby unter starken, anhaltenden Bauchschmerzen leidet, dabei untröstlich weint, zusätzlich erbricht, Durchfall hat oder schlecht zunimmt. Dann besprich die Beschwerden mit deiner Kinderärztin, um eine Unverträglichkeit oder andere Ursachen auszuschließen. Solange dein Baby ansonsten munter, zufrieden und gut entwickelt ist, sind gelegentliche Blähungen Teil der normalen Umstellung.

Fazit

Mehr Blähungen beim Beikoststart sind meist harmlos: Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln und Vollkorn blähen häufiger, weil ihre Ballaststoffe im Darm Gase bilden. Du musst diese gesunden Lebensmittel nicht meiden – führe sie in kleinen Mengen ein, gare sie gut und unterstütze den Bauch mit Massage und Wärme. Nur bei starken, anhaltenden Schmerzen mit weiteren Symptomen gehört das Ganze ärztlich abgeklärt.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel blähen beim Baby besonders?

Häufig blähen Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen, Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Weißkohl, Zwiebeln und Lauch sowie manchmal Vollkorn. Das heißt nicht, dass du sie meiden musst – oft gewöhnt sich der Bauch, wenn du sie in kleinen Mengen einführst.

Sind Blähungen beim Beikoststart normal?

Ja, eine empfindliche Reaktion auf neue Lebensmittel ist beim Übergang zu fester Nahrung häufig und meist harmlos. Die Verdauung stellt sich um. Wenn dein Baby ansonsten fit ist, gut isst und keine starken Schmerzen hat, sind Blähungen in der Regel kein Grund zur Sorge.

Was hilft meinem Baby bei Blähungen?

Sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn, Strampeln und das Anziehen der Beinchen, Wärme auf dem Bauch und blähende Lebensmittel in kleinen Mengen einführen. Achte zudem auf gründliches Garen von Hülsenfrüchten. Bei starken, anhaltenden Schmerzen besprich es mit der Kinderärztin.