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Rhabarber fürs Baby: warum die saure Stange nur selten passt

Rhabarber ist sehr sauer und enthält viel Oxalsäure – das macht ihn zu einem Lebensmittel, mit dem du im ersten Jahr zurückhaltend sein solltest. Wir zeigen, warum Oxalsäure heikel ist, weshalb Rhabarber nur gekocht und sparsam passt, warum man ihn meist süßen muss und welche Alternativen besser sind.

Gekochter Rhabarber in einer kleinen Schale neben mildem Obst fürs Baby

Rhabarber läutet mit seinen rot-grünen Stangen den Frühling ein und steckt in Kompott und Kuchen. So beliebt er bei Erwachsenen ist – für Babys ist er ein Sonderfall, mit dem du im ersten Jahr besser zurückhaltend bist. Der Grund liegt in seinem sehr sauren Geschmack und vor allem in der Oxalsäure, die Rhabarber reichlich enthält. Wenn überhaupt, passt er nur gekocht, geschält und in sehr kleinen Mengen.

Warum Oxalsäure und Säure heikel sind

Rhabarber unterscheidet sich von den meisten anderen Obstsorten durch zwei Eigenschaften, die ihn für Babys problematisch machen. Erstens enthält er viel Oxalsäure, einen natürlichen Pflanzenstoff, der im Körper Kalzium und Eisen binden und ihre Aufnahme hemmen kann. Gerade Kalzium und Eisen sind für Babys aber besonders wichtig, weshalb eine größere Menge Oxalsäure ungünstig ist und auch die empfindliche Magen-Darm-Schleimhaut reizen kann. Zweitens ist Rhabarber sehr sauer, was vielen Babys ohnehin nicht schmeckt und meist dazu verführt, kräftig zu süßen – doch Zucker gehört nicht in die Beikost. Genau diese Kombination aus viel Säure und viel Zucker macht klassischen Rhabarberkompott für Babys ungeeignet. Aus diesen Gründen ist Rhabarber im ersten Jahr ein Lebensmittel, bei dem Zurückhaltung sinnvoll ist.

Wenn überhaupt, dann gekocht und sparsam

Falls du deinem Baby gegen Ende des ersten Jahres einmal etwas Rhabarber anbieten möchtest, gelten klare Regeln. Roher Rhabarber ist tabu, denn er ist besonders sauer und oxalsäurereich – biete ihn nur gekocht an, weil das Garen einen Teil der Oxalsäure reduziert. Schäle die Stangen vorher, um Fasern und einen Teil der Säure zu entfernen, und verwende ausschließlich die Stangen: Die Blätter des Rhabarbers sind giftig und gehören niemals auf den Teller. Statt mit Zucker milderst du den sauren Geschmack, indem du den gekochten Rhabarber mit mildem, süßem Obst wie Apfel, Birne oder Banane mischst. Biete ihn nur in sehr kleiner Menge und nicht regelmäßig an. Wie du neue Lebensmittel grundsätzlich einführst, erklärt der eigene Ratgeber. So bleibt der Kontakt mit der Säure und Oxalsäure auf ein Minimum begrenzt.

Bessere Alternativen

In der Praxis brauchst du Rhabarber im ersten Jahr nicht – es gibt viele mildere, unproblematische Obstsorten, die Babys besser bekommen. Süßes, weiches Obst wie Banane, Apfel, Birne, Pfirsich oder Beeren liefert Vitamine und natürliche Süße, ohne die Nachteile von Säure und Oxalsäure. Diese Früchte lassen sich zerdrücken, pürieren oder als Fingerfood anbieten und kommen ganz ohne Zuckerzusatz aus. Möchtest du den fruchtig-säuerlichen Charakter, eignen sich milde Beeren deutlich besser als Rhabarber. Wenn du später, jenseits des ersten Jahres, Rhabarber einführst, bleibt es bei gekocht, geschält und mit mildem Obst kombiniert. Für die Beikost im ersten Jahr aber gilt: Greife lieber zu den vielen milden Obstsorten und lass Rhabarber vorerst weg. So bekommt dein Baby alle Vorteile von Obst, ohne die Tücken der sauren Stange.

Fazit

Rhabarber ist im ersten Jahr ein Lebensmittel, bei dem Zurückhaltung sinnvoll ist: Er ist sehr sauer und enthält viel Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium und Eisen hemmen und die Schleimhaut reizen kann, und sein saurer Geschmack verführt zum Süßen. Wenn überhaupt, bietest du ihn erst gegen Ende des ersten Jahres gekocht, geschält und in sehr kleiner Menge an, mit mildem Obst statt Zucker gemildert – die Blätter sind giftig. Besser greifst du zu milden Obstsorten wie Banane, Apfel oder Beeren. So umgehst du die Tücken des Rhabarbers.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Ab wann darf ein Baby Rhabarber essen?

Mit Rhabarber solltest du im ersten Jahr zurückhaltend sein. Er ist sehr sauer und enthält viel Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium und Eisen hemmen kann. Wenn überhaupt, bietest du ihn erst gegen Ende des ersten Jahres gekocht und nur in sehr kleinen Mengen an. Milderes Obst ist die bessere Wahl.

Warum ist die Oxalsäure im Rhabarber ein Problem fürs Baby?

Rhabarber enthält viel Oxalsäure, die im Körper Kalzium und Eisen binden und ihre Aufnahme hemmen kann – beides ist für Babys aber wichtig. Deshalb ist Rhabarber im ersten Jahr nur in kleinen Mengen und gekocht sinnvoll, weil Kochen einen Teil der Oxalsäure reduziert. Roher Rhabarber ist ungeeignet.

Wie kann ich Rhabarber fürs Baby zubereiten?

Wenn du Rhabarber anbietest, dann nur gekocht, geschält und in sehr kleiner Menge, am besten gegen Ende des ersten Jahres. Da er sehr sauer ist, kombinierst du ihn mit mildem, süßem Obst wie Apfel oder Banane statt mit Zucker. Verwende nur die Stangen, nie die giftigen Blätter.